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Zeitgemäße Beratung, die für alle passt

Digitalstaatssekretär Stefan Sauer besucht profamilia-Beratungsstelle in Offenbach und informiert sich zu Liga-Projekt „Blende(n)d beraten“

Beratung findet heute nicht mehr nur in der Beratungsstelle statt. Viele Menschen suchen Unterstützung per Video, Chat oder E-Mail – schnell, flexibel und von überall aus. Bei seinem Besuch der profamilia-Beratungsstelle in Offenbach hat sich Digitalstaatssekretär Sauer selbst ein Bild davon gemacht, wie die neuen Wege der Beratung funktionieren und wie sie den Zugang zu Hilfe spürbar erleichtern. In dem Kooperationsprojekt „Blende(n)d beraten!“ der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen wird Beratung durch die Verbindung von persönlichen Gesprächen und digitalen Möglichkeiten weiterentwickelt. Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege sowie vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation gefördert. 

Niedrigschwellige Zugänge durch moderne digitale Beratung

Digitale Angebote wie Videoberatung, Chats oder sichere Dokumentenübertragung schaffen schnelle und unkomplizierte Wege in die Beratung, besonders für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten haben, persönlich vor Ort zu erscheinen - beispielsweise Eltern mit kleinen Kindern, Ratsuchende in belastenden Situationen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität. „Digitalisierung entfaltet ihren Wert immer dann, wenn sie Menschen konkret unterstützt, wenn sie Zugänge erleichtert, Teilhabe ermöglicht und bestehende Angebote sinnvoll ergänzt. Mit dem Projekt ‚Blende(n)d beraten‘ erfüllen Sie diese drei Aspekte bestens. Sie reagieren damit auf den Wandel in der Mediennutzung in den vergangenen Jahren und ermöglichen eine flexible sowie orts- und zeitunabhängige Unterstützung. Und dies zugleich niedrigschwellig, vertraulich und gut erreichbar. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, zugänglichen und zukunftsfähigen sozialen Infrastruktur“, sagte Staatssekretär Stefan Sauer.  

Erfolgsmodell der Liga Hessen – professionell, nachhaltig, zukunftsweisend

Das Kooperations-Projekt „Blende(n)d beraten!“ wurde durch das Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Nürnberg wissenschaftlich begleitet. In den vergangenen drei Jahren wurden unter anderem Workshops, Fortbildungen und Coachings für Fachkräfte angeboten, um die digitale Beratung in der Praxis zu verankern. Die hohe Teilnahme und das Engagement der Beratungsstellen zeigen, wie dringend diese Entwicklung gebraucht wird und wie gut sie angenommen wird. Die mehrstufige Förderung des Projekts ermöglicht es, praktische Herausforderungen beispielsweise im Datenschutz oder in der Optimierung der Software weiter aufzugreifen und die digitale Beratung Schritt für Schritt landesweit auszubauen. 

“Wir sind froh, dass das Projekt in der Liga mit allen Trägern gemeinsam so fundiert entwickelt wurde. Die Schwangerschaftsberatungsstellen haben die Transformationsschritte sehr engagiert umgesetzt, so dass den Ratsuchenden nun verschiedene digitale Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.” erläutert Heike Pinne, Landesgeschäftsführerin profamilia und Liga-Fachgruppenmitglied. 

Ausblick und Herausforderungen 

„Wir freuen uns, dass Staatssekretär Sauer uns besucht; damit macht er deutlich, dass digitale Beratung in der sozialen Infrastruktur in Hessen nicht mehr wegzudenken ist. Die Erkenntnisse könnten gut für weitere Beratungsfelder genutzt werden. Doch auch hier braucht es eine Anschubfinanzierung für Digitalisierung und den verantwortungsvollen Einsatz von KI. Hierzu haben wir erste Ideen skizziert und freuen uns auf den weiteren Austausch“, fügt Petra Goertz, Geschäftsführung Liga-Geschäftsstelle, abschließend hinzu.

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