Die Querschnittsarbeitsgruppe (QAG) befasst sich mit der Digitalisierung und den Auswirkungen auf die Soziale Arbeit. Digitalisierung ist kein Selbstzweck und soll einen Mehrwert generieren. Es ergeben sich viele Chancen für neue Teilhabe aber auch Risiken im Umgang mit persönlichen Daten.

Daher widmen wir uns den Fragen, welche positiven Auswirkungen die Digitalisierung auf die Teilhabe von Menschen mit Benachteiligungen haben kann, Fragen zur Effektivierung von Arbeitsprozessen in den Verbänden und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege und Fragen im Umgang mit persönlichen Daten.

Digitalisierung braucht ethische Standards und einen politischen Rahmen, der gestaltet werden muss, damit alle Menschen profitieren und nicht einzelne gesellschaftliche Gruppen abgehängt werden. Diese werden wir im Prozess mit den Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände und den Betroffenen erarbeiten.

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Stellungnahme "Digitale Strategie Hessen" I 20.11.2020

Die bisherige Strategie "Digitales Hessen" aus dem Jahr 2016 hatte die Sozialwirtschaft der hessischen Wohlfahrtsverbände kaum im Blick. Lediglich im Anwendungsbereich Gesundheit wird die ärztliche Versorgung bzw. der Krankenhausbereich mit digitalenTechnologien beleuchtet. Die Wohlfahrtsverbände erbringen aber in vielen gesellschaftlich relevanten Bereichen soziale Dienstleistungen, die bisher wenig digitalisiert sind, in denen sichaber sichtbare Potentiale auftun. Politik und Sozialwirtschaft müssen die Potenziale der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft und bei den hessischen Wohlfahrtsverbänden erkennen und bei der Gestaltung von Gesetzen und untergesetzlichen Regelungen sowie der Regelfinanzierung berücksichtigen. Die Sozialbranche als wichtiger Wirtschaftszweig und gesellschaftliche Gestaltungskraft kann und sollte in dem dynamischen Prozess der Digitalisierung ein zentrales Feld werden.

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Online-Befragung der Verbände zur Digitalisierung

Um einen Überblick über bestehende digitale Strukturen zu erhalten, hat die Liga im März und April 2019 eine Online-Befragung bei den Liga-Mitgliedsverbänden und deren Einrichtungen durchgeführt. Hier wurde abgefragt, inwiefern Digitalisierungsprozesse oder digitale Produkte bereits in den Arbeitsfeldern verwendet werden. Die Befragung ist keine repräsentative Erhebung, aber sie soll für die politische Arbeit der Liga einen groben Überblick geben, was bereits umgesetzt wird und wo es Unterstützungsbedarf gibt.

Hintergrund ist, dass der Liga-Gesamtvorstand im Frühjahr 2019 die strategische Ausrichtung beim Thema Digitalisierung diskutiert hat. Es wurde beschlossen, sich als Liga dafür einzusetzen, sozialpolitisch Position zu beziehen und unmittelbar verschiedene Forderungen an die Politik bzw. an das neue Hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung zu richten.

Download Ergebnisse der Online-Befragung (pdf 612 KB)

Mitglieder der QAG

Vorsitz: Nils Möller (stellv. Liga-Vorsitzender), DRK LV Hessen

Christina Bräutigam (Leitung Kindertagespflege), AWO Gießen

Sven Schmidbauer (Prozessmanagement), DRK LV Hessen

Julia Kleine (Verbandsmanagement), DiCV Limburg

Bianca Lingnau (DiCV Limburg)

Holger Franz (DiCV Fulda)

Eric Gumlich (Der Paritätische Hessen)

Thomas Jung (Diakonie)

Jürgen Hauck (IT), AWO Hessen-Süd

Petra Brodowski (Diakonie Hessen)

Rosa-Maria Hamacher (Der Paritätische Hessen)

Petra Goertz (Liga-Geschäftsstelle)